Preisträger*innen 2026
Im diesjährigen Fotowettbewerb an Hamburger Schulen wurden 20 Arbeiten prämiert.

Anders aber gleich
Von Ischan B.
Klassenstufe 8
Struensee Gymnasium
Jurystatement:
Für Anders aber gleich wurden zwei unterschiedliche Porträtaufnahmen von Kindern übereinander gelagert. So entsteht eine hybride Figur, die die Vielschichtigkeit kultureller Identität in der heutigen Gesellschaft sichtbar macht. Gleichzeitig verweist das Bild darauf, dass trotz aller Unterschiede immer auch Gemeinsamkeiten bestehen.
Das Foto zählt für die Jury zu den Gewinnern, weil es die Lebensrealität vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener in Deutschland versinnbildlicht – geprägt vom Aufeinandertreffen verschiedener Hintergründe und dem alltäglichen Umgang mit kultureller Vielfalt.


Anders und doch gleich
Von Sara R.
Klassenstufe 8
Gymnasium Marienthal
Jurystatement:
1.
Ein leises, poetisches Bild: Der Mond steht fast unscheinbar zwischen den dunklen Ästen und wirkt gerade dadurch besonders stark. Die Fotografie zeigt, dass ein gutes Bild nicht laut sein muss – manchmal reicht ein kleiner heller Moment am Himmel.
2.
Dieses Bild spielt klug mit Täuschung und Beobachtung: Der „Mond“ erscheint nicht am Himmel, sondern als runde Form an einer Backsteinwand. Durch Licht, Schatten und Perspektive entsteht ein überraschendes Bild, das zeigt: Wer genau hinsieht, findet den Mond auch mitten in der Stadt.


Draußen Puffer Drinnen Heimat
Von Zahir M.
Klasse AVM23-4
Berufliche Schule Holz.Farbe.Textil,
Jurystatement: Alltäglicher Streetstyle, schlicht und schwarz, oder Festkleidung, goldverziert und reich bestickt? Zahir trägt und ist natürlich beides! Eine gelungene visuelle Auseinandersetzung mit der eigenen Identität – geprägt durch unterschiedliche Kulturen – und der Rolle von Mode als Ausdruck des Selbst.




Gleich und doch anders
Von Franziska S., Pauline S.
Klassenstufe 10
Gymnasium Eppendorf
Jurystatement: Auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden, begegnen die Betrachtenden mit den Zwillingen Franziska und Pauline zwei ganz unterschiedlichen Personen. Durch die Fragmentation und Neuzusammensetzung ihrer Abbilder verschwimmen die Grenzen zwischen ihnen auch optisch – und gleichzeitig werden harte Trennlinien gezogen. Eine visuell eindrucksvolle Aufarbeitung der Spannung zwischen Zusammengehörigkeit und dem Streben nach Individualität.





Gleich und doch anders
Von Dutschem S., Roj B., Leonie B. und Demiral S.
Klassenstufe 11
Julius-Leber Schule Hamburg
Jurystatements: Die Bildserie überzeugt im Hinblick auf Inhalt und formale Gestaltung. Insbesondere die Kombinationen Niere/Bohne und Gehirn/Walnuss sind sehr gelungen. Die Platzierung der freigestellten Objekte vor schwarzem Hintergrund lässt die Serie herausstechen.

Auf selbem Boden
Von Maja K.
Klasse 11P10
Gymansium Grootmoor
Jurystatement: Das Foto setzt sich auf eindrückliche Weise mit dem Wettbewerbsthema auseinander und übersetzt es in einen konkreten Ort im unmittelbaren Umfeld des Hamburger Hauptbahnhofs, den viele Menschen täglich passieren. Die Arbeit macht deutlich, dass der Versuch, Obdachlosigkeit und Sucht optisch aus dem Stadtbild zu verdrängen, keine Veränderung dieser Lebensrealitäten bedeutet. Das Bild regt zur wichtigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Blick auf soziale Ungleichheit an.
Between Pages and Pixels
Jonathan A., Max B., Bosse B. Hannes G., Lenn H., Erik K., Niklas L., Hilde W.
Klassenstufe 10
Albert-Schweitzer-Schule
Jurystatement: Zwei Kinder, Rücken an Rücken in der Bibliothek. Eines liest konzentriert, das andere lenkt sich ab und spielt am Handy? In einer durchdachten, auch bildlich bewusst arrangierten Gegenüberstellung, die durch das geteilte Sitzkissen gleichzeitig Verbindung herstellt, wirft „Between Pages and Pixels“ wichtige Fragen nach Wertigkeit und Vorverurteilung „klassischer“ und digitaler Medien auf.

Display Frederik
Von Paul M. G.
Klassenstufe 8
Luisengymnasium Bergedorf
Jurystatement: Ein starkes Bild über Wahrnehmung und Veränderung: Das Motiv spielt mit der Frage, was wir sofort sehen und was sich erst beim zweiten Blick zeigt. Gerade diese Offenheit macht die Fotografie spannend: Sie zeigt nicht nur etwas, sie lässt uns neu hinschauen.

Geflochten
Von Ava R.
Klassenstufe 4
Grundschule Hoheluft
Jurystatement: Man muss genau hinschauen, denn eigentlich ist hier nichts gleich: Vier Zöpfe an zwei Köpfen und jeder der Zöpfe ist unterschiedlich geflochten. Die vermeintliche Übereinstimmung löst sich im Detail auf: eine Einladung, vermeintlich “einfache” Analogien genau zu untersuchen

Geschichten hinter Glas
Von Tobias E.
Klassenstufe 10
Wilhelm Gymnasium
Jurystatement: Ein ruhiges, fein beobachtetes Bild: Die dunkle Fassade wird durch die warm leuchtenden Fenster fast zu einer Bühne. Gerade die Wiederholung der Fenster, die kleinen Unterschiede im Licht und die stille Nachtstimmung machen die Aufnahme spannend — als würde jedes Fenster eine eigene Geschichte andeuten.

Groß und klein
Von Noah T.
Klassenstufe 3
Ahfs-Christliche Grundschule
Jurystatement: Zwei kleine blaue Objekte, viel Fläche und eine klare Bildordnung: Diese Fotografie macht aus unscheinbaren Dingen ein fast rätselhaftes Stillleben. Gerade die Reduktion lenkt den Blick auf Abstand, Form und Farbe – und zeigt, dass ein gutes Bild manchmal mit sehr wenig sehr viel erzählen kann.




Interssant
Von Minna D., Celio G. und Aleks Y.
Klassenstufe 4/5 und 6
Elbschule Bildungszentrum Hören und Kommunikation
Jurystatements: Die Bilderserie setzt sich mit Unterschieden in der Ausführung von Gebärden auseinander und zeigt auf liebevolle Weise, wie auch Gebärdensprache von individuellen Ausdrucksformen geprägt ist. Trotz derselben Sprache entstehen persönliche Nuancen, die Charakter und Persönlichkeit sichtbar machen.





Sucht
Von Luise S.
Klassenstufe 11
Heinrich-Heine-Gymnasium
Jurystatement: Die Fotoserie bildet unterschiedliche Formen der Sucht ab, die zunächst anders, und dann – durch einen konsequenten Bildstil – beinahe gleich erscheinen. Besonders gelungen ist der bewusste Einsatz von leuchtenden Farben, starken Kontrasten und einer gezielten Blickführung, die eine nachvollziehbare Anziehungskraft erzeugen. Diese Serie macht das schwierige Thema Sucht bereits im Schulkontext sichtbar und bearbeitet es auf künstlerische und wohl überlegte Weise.

Verbranntes Streichholz
Von Aimee L.
Klassenstufe 11
Gymnasium Buckhorn
Jurystatement: Gleichförmige Reihen von Streichhölzern und das eine verbrannte Hölzchen darunter. Die formal überaus gelungene Arbeit lädt zum Philosophieren ein: Welches Licht hat das einzelne, das abgebrannte Hölzchen schon entzündet? Ist es ein Außenseiter oder nur das Erste in der Reihe?





Vielfalt, die verbindet
Von Omar D., Nazanin M., Geasmina A., Musa A., Mia P., Lionel B. und Huzan A.
Klassenstufe 8
Elbschule Bildungszentrum Hören und Kommunikation
Jurystatement: Kochen und Essen sind für viele Gemeinschaften und Communities wichtige Momente des Zusammenkommens, des Teilens von Speisen, des Beisammenseins. Essen stiftet Identität, Zusammenhalt und Zugehörigkeit. Das Kochbuch der Klasse 8b versammelt auf kreative Art und Weise Gerichte aus verschiedenen Traditionen, Sprachen und Familiengeschichten und verdeutlicht die Besonderheit kulinarischer Begegnungen.




Warum ersetzen wir das Echte?
Von Mattes B., Lisette K., Max H., Martha M.
Klassenstufe 12
Emilie Wüstenfeld Gymnasium
Jurystatement: Auf zeitgemäße Weise greift die Bilderserie das Thema „Anders und doch gleich“ auf. Im direkten Vergleich von Ausgangsbild und KI-generierter Variante wird erfahrbar, wie unterschiedlich Original und Imitation auf Betrachter*innen wirken.
Gerade in einer Zeit, in der computergenerierte Bilder und Videos immer verbreiteter und oft kaum noch als solche zu erkennen sind, ist diese Auseinandersetzung besonders relevant. Spannend war für die Jury vor allem, welche Details von der Künstlichen Intelligenz in den Fokus gerückt oder verändert wurden.


Wasser, fest - flüssig - gasförmig
Von Amelie H.
Klassenstufe 6
Campus Schnelsen
Jurystatement: Die beiden – fast mystischen und auf jeden Fall poetischen – Bilder stellen den Zustand von Wasser in drei verschiedenen Aggregatzuständen dar. Die gelungene Umsetzung eines bekannten, fotografisch schwierig darstellbaren Themas.

Wir helfen gleich
Von Hafsa O. und Nelinda H.
Klassenstufe 4
Schule Ernst-Henning-Straße
Jurystatements: Miteinander, Empathie und gegenseitige Hilfe haben nichts mit Herkunft oder Religion zu tun, sondern sind eine Frage der Einstellung und Haltung. Das Foto zeigt eindrücklich, wie Gemeinschaft und Nähe über Unterschiede hinweg entstehen kann.

Zwei Schlitten
Von Samuel D.
Klassenstufe 4
Fridtjof-Nansen-Schule
Jurystatement: Zwei Schlitten wirkt humorvoll, zugleich aber auch wie ein kluger Kommentar auf soziale Unterschiede und den Einfluss von Materialismus und Konsumkultur auf gesellschaftliche Wahrnehmung.

Zwei unterschiedliche Länder – eine Zugehörigkeit
Von Maya H.K.
Klassenstufe 11
Goethe Gymnasium
Jurystatement:
Zwei Hosen, zwei Hosentaschen und unterschiedliche Inhalte: nur scheinbar gleiche Gegenstände, die unterschiedliche Konnotationen, Geschichten und Erfahrungswelten abbilden.
Ein deutscher Pass gegenüber einem syrischen Pass wird so zum Sinnbild globaler Ungleichheiten und unterschiedlicher Handlungsspielräume. Während der deutsche Pass visumfreies Reisen in viele Länder ermöglicht, ist der syrische Pass mit erheblichen Einschränkungen verbunden.
