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Das Thema „Anders und doch gleich“ bietet viel Raum für kreative Umsetzung: Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, Orten und Dingen können offensichtlich erkennbar sein – oder erst durch einen genaueren Blick hinter die Fassade sichtbar werden.
Vielfältige künstlerische und technische Umsetzungen sind möglich: Perspektivwechsel, Licht und Schatten, Bewegung, Porträts und Nahaufnahmen, Langzeitbelichtungen und inszenierte Fotografien – auch die nachträgliche Bildbearbeitung ist erlaubt.
Neben der fotografischen Praxis regt „Anders und doch gleich“ auch zu einer philosophischen und/oder ethischen Auseinandersetzung an: Was macht uns einzigartig, und was verbindet uns? Wo lassen sich Gemeinsamkeiten finden? Wie lassen sich Unterschiede überwinden?
Diese Fragen knüpfen an das Thema der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other“ an.
Der thematische Ausgangspunkt der 9. Triennale ist der legendäre Song Nature Boy aus dem Jahr 1948, hervorgegangen aus der künstlerischen Alliance (Verbindung / Verbundenheit) zwischen dem afroamerikanischen Jazzmusiker Nat King Cole und eden ahbez, einem Proto-Hippie und Außenseiter-Poeten. Ihre interkulturelle Zusammenarbeit wurde zu einem weltweiten Hit – und hallt bis heute als klangvolle, radikale und zugleich tröstliche poetische Botschaft nach.
Infinity (Unendlichkeit) steht für die grenzenlosen Möglichkeiten des Menschseins, für die unendliche Fähigkeit zu mitfühlendem Handeln – und für das Streben nach einer Gemeinschaft, die in ihrer Inklusivität keine Grenzen kennt. Love (Liebe) wird als bewusste Handlung und aktive Kraft verstanden – und wird so zum Motor eines Wandels in der Fotografie.
Zusammen mit den kritischen Schriften von Emmanuel Levinas zur Verantwortung gegenüber dem Anderen (the Other) bildet dieses Gefüge die kreative und theoretische Grundlage für das Festival.
Mehr zum Konzept ist hier zu finden.
In den höheren Jahrgangsstufen können auch folgende Bücher herangezogen werden, um eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung zu ermöglichen:
- Audre Lorde: Sister Outsider – Essays und Reden
- bell hooks: Alles über Liebe – Neue Visionen
- Emmanuel Levinas: Humanismus des anderen Menschen
- Frantz Fanon: Schwarze Haut, weiße Masken
- Mark Sealy: A Lens on Liberation – Photography as Resistance
